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Welches VoIP-Gerät ist für welchen Bedarf sinnvoll

Internet-Telefonie ist salonfähig geworden. Aufgrund der deutlichen Kostenvorteile und des leichten Umstiegs entscheiden sich nun auch immer mehr Otto-Normal-Verbraucher für VoIP.
Der steigenden Nachfrage begegnen die Hardware-Hersteller inzwischen mit einer Vielzahl an VoIP-Geräten – passend zur jeweiligen Ausrichtung des Heimnetzwerks. sipgate gibt einen Überblick, welche Lösungen für welches Nutzerprofil derzeit zur Verfügung stehen.

Voipen per VoIP-Adapter und analogem Telefon.
Ein Grund für die steigende Beliebtheit von VoIP ist, dass analoge Telefone weitergenutzt werden können. Dafür kann ein VoIP-Adapter zum Einsatz kommen wie der Handy-Tone 502 von Grandstream, der zwei analoge Telefone verwalten kann. VoIP-Adapter werden direkt am DSL-Modem angeschlossen und sind für Kunden sinnvoll, die das Heimnetzwerk für VoIP nicht grundlegend verändern wollen. Der Anschaffungspreis für einen VoIP-Adapter liegt bei rund 80,- Euro*.

Einfache Integration mit DSL/VoIP-Kombiboxen
DSL/VoIP-Kombiboxen integrieren in der Regel DSL-Modem, Netzwerkrouter, VoIP-Adapter und gegebenenfalls auch eine Telefonanlage in einem Gerät. Auch hier kann der Kunde sein vorhandenes Telefon weiternutzen. Prominentester Anbieter in diesem Segment ist AVM mit den Modellen der FRITZ!Box Fon.

Die Vorteile: Der Nutzer kann sowohl VoIP mit der Festnetz-Telefonie koppeln als auch ganz auf Internet-Telefonie umsteigen. Auch bleiben die bei VoIP teils eingeschränkt erreichbaren Sonderrufnummern mittels Hardware-Einstellung über den Festnetz-Anschluss anwählbar. Je nach Modell können ebenfalls ISDN-Telefone angeschlossen werden. Weitere Anbieter sind unter anderem Netgear, Siemens und DrayTek. Preislich liegen die DSL/VoIP-Kombiboxen bei rund 200,- Euro*, jedoch bieten viele DSL-Provider diese auch subventioniert gegen einen DSL-Vertrag an. Kombiboxen sind für DSL-Neueinsteiger, bei Ersatzanschaffungen oder Grunderneuerung des Heimnetzwerks zu empfehlen.

VoIP-Telefonanlage für gehobene Ansprüche
Telefonanlagen bieten unter anderem den komfortablen Vorteil, dass interne Gespräche geführt, Anrufe übergeben und Rufumleitungen vorgenommen werden können. Inzwischen ist diese Hardware ebenfalls mit VoIP bestückt. So hat unter anderem DeTeWe mit der OpenCom 31 lan ein Gerät entwickelt, das alle Funktionen einer TK-Anlage mit VoIP kombiniert. Anschließbar sind bis zu vier analoge Telefone sowie ein externer ISDN-Anschluss verfügbar. Zusätzlich bietet die DeTeWe-Anlage eine Fallback-Lösung auf ISDN bei einem DSL-Ausfall. Der Preis liegt bei rund 130,- Euro*. Ideal sind VoIP-Telefonanlagen ebenfalls für Wohngemeinschaften, da jeder Bewohner so auf einen eigenen VoIP-Anschluss zurückgreifen kann.

Telefonieren mit IP-Telefon
VoIP-Telefone unterstützen Internet-Telefonie von Haus aus und werden via Netzwerkkabel mit dem DSL-Router verbunden. Äußerlich sind VoIP-Telefone nur durch den an der Rückseite angebrachten LAN-Anschluss erkennbar. In ihrer Bedienung unterscheiden sie sich zum herkömmlichen Festnetz- oder ISDN-Telefon nicht. Nach Eintragung der Zugangsdaten des VoIP-Providers ist das Endgerät einsatzbereit. Ist der Netzwerkrouter auf automatische IP-Adressvergabe eingestellt, sind in der Regel keine weiteren Konfigurationen notwendig.
Änderungen werden über die Telefontastatur oder den Webbrowser vorgenommen. Je nach Modell können ein oder mehrere VoIP-Anbieter verwaltet werden. Hersteller sind unter anderem Grandstream, Snom, Thomson und Siemens. Für den Einsatz von IP-Telefonen spricht die problemlose Integration über einen vorhandenen Router sowie der Wunsch ein Endgerät auf dem neuesten Stand der Technik zu verwenden.

Drahtlos Voipen per WLAN- und Dual-Mode-Handy
Mit WLAN-Handys können günstige VoIP-Gespräche drahtlos über ein WLAN-Netz geführt werden. Interessant sind WLAN-Handys insbesondere für Nutzer, die an unterschiedlichen Orten – z.B. zu Hause und im Büro – über WLAN-Zugänge verfügen, bei VoIP mobiler sein oder ein Gerät für alle VoIP-Fälle besitzen wollen. So bietet das WLAN-Handy F3000 von UTStarcom insgesamt vier individuell einstellbare WLAN-Profile, die so ein automatisches Login in gesicherte WLAN-Netzen ermöglichen. Der Preis liegt bei rund 220,- Euro*. Dual-Mode-Handys unterstützen dagegen GSM und VoIP via WLAN. Benutzer sind so auch unterwegs unter der Rufnummer ihres VoIP-Anschlusses erreichbar. Neben Nokia bietet ebenfalls Pirelli mit dem DP-L10 ein aktuelles Modell an. Der Preis liegt bei rund 250,- Euro*.

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