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Einstieg: Was Sie über Internet-Telefonie wissen sollten

Voice over IP bildet den Telefonanschluss im Internet nach. Die Vorteile gegenüber dem Festnetz-Telefonanschluss sind kostenlose Gespräche unter VoIP-Nutzern und die weltweite Einsatzmöglichkeit. Darüber hinaus verlangen VoIP-Anbieter meist keine Grundgebühr und bieten Festnetzgespräche schon ab 1 ct/min an.

Telefoniert wird entweder direkt am PC mit einem Headset oder besser PC-unabhängig über das vorhandene Festnetztelefon, das z.B. mit der FRITZ!Box von AVM zum VoIP-Telefon wird. Damit der Einstieg in die Internet-Telefonie erfolgreich verläuft, gilt es folgende Dinge zu beachten.

Welcher Internetanschluss ist VoIP-fähig?
Voraussetzung für Voice over IP ist ein DSL-Anschluss oder alternativ ein Internetzugang eines Kabelnetz-Betreibers. ISDN reicht aufgrund seiner geringen Bandbreite zum Voipen nicht aus. Wer komplett auf Internet-Telefonie umsteigen möchte, sollte außerdem auf eine Daten-Flatrate zurückgreifen. Der Grund: Die bei VoIP übertragenen Sprachdaten benötigten ein entsprechendes Datenvolumen. So verbraucht ein 10-minütiges Gespräch rund 12 MB. Zudem ist für eine uneingeschränkte Erreichbarkeit eine permanente Internetverbindung die Voraussetzung.

Tipp: Werden mehrere Gespräche parallel geführt oder wird gleichzeitig im Internet gesurft, ist mindestens ein Internetanschluss mit 256 Kbit/s Upstream empfehlenswert.

Muss bei VoIP der PC eingeschaltet sein?
Nein, Internet-Telefonie funktioniert auch bei ausgeschaltetem PC. Dafür wird das vorhandene Festnetztelefon an einen VoIP-fähigen Router oder Adapter wie beispielsweise die FRITZ!Box Fon angeschlossen. Dual-Mode-Handys vereinen Mobilfunk und VoIP in einem Gerät. Steht ein WLAN-Netz zur Verfügung, loggt sich das Handy automatisch dort ein und stellt so eine Verbindung zum Internet her. Nutzer sind damit nicht nur auf ihrer Mobilfunknummer, sondern ebenfalls über VoIP unter ihrer 0720-Rufnummer erreichbar.

Wollen Nutzer dennoch über den PC telefonieren, ermöglicht dies ein sogenanntes Softphone, eine Telefonsoftware. Gespräche werden dann über ein Headset oder USB-Telefon geführt.

Was kostet der Internet-Telefonanschluss tatsächlich?
Der reine Internet-Telefonanschluss ist je nach Anbieter kostenlos wie z.B. sipgate. Hinzu kommen die Kosten für den DSL-Anschluss sowie die Daten-Flatrate. Internet-Telefonie lohnt sich damit nur, wenn ein Breitbandanschluss bereits im Haus oder in Planung ist.

Läuft Internet-Telefonie zuverlässig?
VoIP läuft so zuverlässig wie die Internetverbindung selbst. Generell besteht damit kein Unterschied zur Festnetzanschluss. Auch können – wie gewohnt – Gespräche in die Fest- und Mobilfunknetze geführt und entgegengenommen werden. Dazu erhalten Nutzer beim VoIP-Provider sipgate kostenlos eine 0720-Rufnummer, ebenso stehen die Notrufe 112, 120, 122, 123, 128, 133, 144, 141 bereit. Sonstige Service-Rufnummern sind meist eingeschränkt erreichbar, können jedoch mittels Hardware-Einstellung – z.B. bei der FRITZ!Box Fon – alternativ über den Festnetzanschluss angewählt werden.

Wie gut ist die Sprachqualität bei VoIP?
Der beim handelsüblichen DSL-Anschluss vorhandene Upload von rund 128 Kbit/s ist Voraussetzung für einen exzellenten Sprachklang, dessen Qualität zusätzlich durch Sprachcodecs geregelt werden kann. So bietet der Sprachcodec G.711, der einen Upload von circa 100 Kbit/s beansprucht, eine Sprachqualität auf ISDN-Niveau. Andere verfügbare Sprachcodecs wie G.729 oder GSM benötigen weniger Upload und bieten eine Sprachqualität auf DECT- bzw. Mobilfunk-Niveau. Neueste VoIP-Hardware priorisiert darüber hinaus die Sprachübertragung und sorgt damit auch bei gleichzeitigem Surfen für eine konstant gute Übertragungsqualität.

Besteht bei Internet-Telefonie ein Sicherheitsrisiko?
Nein. Das Abhören von Gesprächen ist nur innerhalb von lokalen Netzwerkstrukturen wie z.B. Studentenheime und Firmennetzwerken möglich. Mit wenigen Handgriffen kann zudem die eingesetzte VoIP-Hardware absichert werden. So sollte die Konfigurationsoberfläche durch ein persönliches Passwort geschützt werden. Gleiches gilt übrigens für WLAN-Netze.

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